Der Tag vom hessischen Rundfunk ist neben dem Hintergrund vom Deutschlandfunk eine weitere Informationsperle der ARD.  Tagesaktuelle Themen aus Politik, Kultur und Zeitgeist werden in gut recherchierten Sendungen wochentäglich präsentiert. Manchmal, wenn ich mich über die Rundfunkgebühr wegen zu viel Sport und Glitter ärgere, stelle ich mir, daß mit meinem Geld die Redakteure von einer solchen Sendung bezahlt werden. Schon tut es nicht mehr weh.

Wichtiger Podcast zum Zeitgeschehen. Läuft bei mir oft während ich in der Küche werke oder bei der Hausarbeit.

Die Sendung selbst - "Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert", läuft von Montag bis Freitag um 18:05 Uhr im HR2. Die Seite zur Sendung findet man hier:
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Der Tag auf Weltreise: Washington mit Martin Ganslmeier

19-7-2019

Es ist bereits Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Und deshalb ruhen auch nicht die politischen Geschäfte in der Hauptstadt. Nicht bei den Demokraten, die sich verzweifelt eine Strategie überlegen, wie sie wohl im kommenden Jahr Donald Trump besiegen können. Dessen Umfragewerte sind zwar niedrig. Aber die Wirtschaft läuft gut. Neue Jobs sind entstanden. Zwar bietet der Mann im Weißen Haus täglich mehr oder weniger große Angriffsflächen für mediale Attacken. Aber Trump ficht das nicht an. Seine Kernwählerschaft auch nicht. Und dass die Reputation der USA im Rest der Welt auf einen historischen Tiefstand gefallen ist- wen kümmert das eigentlich noch in Washington? Als demokratisches Vorbild haben die Vereinigten Staaten ausgedient. Präsident werden kann nur, wer mindestens eine Milliarde Dollar Spenden einnimmt.
Sie kommen von den Superreichen, die unverhohlen Einfluss auf Politik und Gesetze nehmen. Daran kann auch der von der Demokratischen Partei geführte Kongress nichts ändern. Eigentlich ist das amerikanische Wahlsystem von Grund auf renovierungsbedürftig. Aber dagegen stehen mächtige Interessen, angefangen im Weißen Haus.

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Der Tag auf Weltreise in Polen mit Jan Pallokat

18-7-2019

Polen kann in der Europäischen Union viel erreichen- zum Beispiel die gemeinsame Klimapolitik bremsen. Oder Sonderwünsche durchsetzen. Das Land versucht nämlich, seine Kohleindustrie zu schützen, von der seine Energiegewinnung wesentlich abhängt. Die polnische Regierung treibt außerdem Pläne voran, ein eigenes Atomkraftwerk zu bauen. Das beäugen die westlichen Nachbarn in Berlin durchaus kritisch. In anderen gesellschaftspolitischen Feldern nähert sich Polen allerdings durchaus Entwicklungen in Westeuropa an. So ist dort jetzt, wenn auch mit einiger Verspätung, die Debatte über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche entbrannt. Bisher war es verpönt, Kritik an der Kirche und ihren Repräsentanten zu üben. Granat dafür war die nationalkonservative Regierungspartei Pis. Aber jetzt geraten bislang unantastbare polnische Helden ins Zwielicht. Zum Beispiel ein Pfarrer aus Danzig, der den antikommunistischen Widerstand der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc während des Kalten Kriegs unterstützt hatte. Sein Denkmal soll entfernt werden. Die Kirche verliert Einfluss. Und dieser Verlust verändert Polen.

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Der Tag auf Weltreise in Kenia mit Linda Staude

17-7-2019

Haben die ostafrikanischen Reservate für Wildtiere eine Zukunft? In Kenia wächst die Bevölkerung jährlich um mehr als eine Million Menschen. Mit ihnen vergrößern sich die Flächen in der Landwirtschaft. Die Siedlungen und Straßen. Schon jetzt ist der Druck auf die Reservate und Naturparks groß. Elefanten beanspruchen ebenfalls ausgedehnte Gebiete, und vor allem brauchen sie viel Pflanzennahrung. Das passt kenianischen Bauern gar nicht, sie fürchten um ihre Äcker und Ernten. Diese Konflikte zwischen den Bedürfnissen von Mensch und Tierwelt werden sich verschärfen. Sind Umsiedlungsprogramme von Wild erfolgreich zur Rettung dieser einzigartigen Fauna? Auch die Wilderei war in den vergangenen Jahren ein Problem für das Ansehen der zuständigen Behörde, des Kenya Wildlife Service. Gleichzeitig wirbt Kenia um Touristen mit eben jener Tierwelt. Ihre Zahl ist rasant gestiegen und soll es nach dem Willen der Regierung weiter tun. Sie kommen aus aller Welt, um Löwen, Elefanten, Nashörner und Giraffen in freier Wildbahn zu sehen. In diesen Tagen beginnt die legendäre Wanderung der Gnus durch die Savanne. Wie lange wird dieses Schauspiel noch zu sehen sein?

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Der Tag auf Weltreise in Spanien mit Marc Dugge

16-7-2019

Erst jetzt zeigt sich, wie sehr die katalanischen Separatisten ganz Spanien verändert haben. Sie standen an der Wiege einer neuen Partei: Der rechtspopulistischen Vox. Die hat Wähler wegen ihres kategorischen Eintretens für die territoriale Einheit des Landes. Und zwar so viele Wähler, dass gegen Vox auch in der Kommunalregierung der spanischen Hauptstadt nichts geht. Diese neue Macht hat Folgen für die Umwelt in Madrid. So wird auf Druck von Vox die von der früheren linken Stadtregierung beschlossenen Einschränkungen des Autoverkehrs wieder aufgehoben. Obwohl die Luft in Madrid besser geworden ist, was niemand leugnet. Aber mit Kritik an lästiger Umweltpolitik lässt sich punkten. Die katalanischen Separatisten haben auch das Spanische aus den Lehrplänen der Schulen in Katalonien verdrängt. Der gesellschaftliche und kulturelle Konflikt ist also keineswegs beendet. Und im Herbst werden die Urteile des Obersten Gerichtshof gegen 12 Katalanen gesprochen, denen die Anklage Staatsstreich vorwirft. Einer aber ist in diesem Sommer so entspannt wie nie zuvor. Der Chef der spanischen Sozialisten kann sich aussuchen, mit wem er künftig paktieren will. Gegen seine Partei läuft jedenfalls nichts. Von solchen Zuständen kann die deutsche Sozialdemokratie nur träumen.

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Der Tag auf Weltreise in Israel mit Tim Assmann

15-7-2019

Wer entwickelt ein Fahrzeug, das sowohl fahren wie auch fliegen kann? Es ist eine Firma in Israel. Nirgendwo außerhalb des kalifornischen Sillicon Valley tüfteln so viele Forscher und Unternehmer an innovativen Technologien wie im Jüdischen Staat. Die explosive Lage im Nahen Osten beeinträchtigt diesen Boom keineswegs. Ganz im Gegenteil. Alles, was in israelischen Unternehmen für künftige Cyber-Kriege erdacht wird, stärkt die Verteidigungsfähigkeit des Landes. Und da gibt es ja viele Feinde in der Nachbarschaft, allen voran der Iran. So ist der israelische Geheimdienst eigentlich immer in höchster Alarmbereitschaft, auch wenn gerade mal wieder Wahlkampf ist. Der letzte ging im Mai zu Ende. J Aber schon im September folgt die nächste Wahl. Es ist nämlich auch in Israel immer schwieriger, stabile Regierungskoalitionen zu bilden. Säkulare und religiöse Parteien finden kaum noch Gemeinsamkeiten. Besonders umstritten ist die geplante Einberufung ultraorthodoxer Juden zum Wehrdienst. Empörend finden viele Israelis auch die Absicht von Ministerpräsident Netanjahu, den Obersten Gerichtshof zu entmachten und sich selbst Immunität in Korruptionsanklagen zu verschaffen. Ist die Rechtsstaatlichkeit dort in Gefahr?

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