Der Tag vom hessischen Rundfunk ist neben dem Hintergrund vom Deutschlandfunk eine weitere Informationsperle der ARD.  Tagesaktuelle Themen aus Politik, Kultur und Zeitgeist werden in gut recherchierten Sendungen wochentäglich präsentiert. Manchmal, wenn ich mich über die Rundfunkgebühr wegen zu viel Sport und Glitter ärgere, stelle ich mir, daß mit meinem Geld die Redakteure von einer solchen Sendung bezahlt werden. Schon tut es nicht mehr weh.

Wichtiger Podcast zum Zeitgeschehen. Läuft bei mir oft während ich in der Küche werke oder bei der Hausarbeit.

Die Sendung selbst - "Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert", läuft von Montag bis Freitag um 18:05 Uhr im HR2. Die Seite zur Sendung findet man hier:
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Erfolgsverspechen - eine Frage der Klasse
Erfolgsverspechen - eine Frage der Klasse

18-6-2021

Wenn es um Bildung geht, dann legen wir den Fokus meist auf Kindergarten und Schule. Einen enormen Einfluss auf den späteren Bildungserfolg haben aber bereits die ersten drei Jahre im Leben eines Kindes. Schon in den ersten Wochen öffnet sich die Schere. Wie viele Anregungen bekommt das Kind, wie viele Wörter hört es? Die Schule kann die unterschiedlichen Voraussetzungen nur mit Mühe ausgleichen. Sprungbrett oder Hemmschuh? Die soziale Klasse, in der wir aufwachsen, bestimmt unsere Zukunft mehr, als wir lange wahrhaben wollten. Muss das so bleiben? Lange schien es, als sei dieses Thema verschwunden. Jetzt entdecken Soziologen und Schriftstellerinnen ein altes Phänomen wieder: die Klasse. Wo kann man ansetzen für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit?

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Üble Kampagnen - Antisemitismus im Wahlkampf
Üble Kampagnen - Antisemitismus im Wahlkampf

17-6-2021

Annalena Baerbock als Moses mit Verbotstafeln. Dieses Bild mit entsprechenden Slogans bemüht die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, um zu verkünden, was von einer grün-geführten Bundesregierung angeblich alles verboten würde. Eine Wahlkampf-Polemik, hinter der in den Augen vieler Menschen mehr steckt als nur Polemik, nämlich eine gehörige bzw. ungehörige Dosis an Antisemitismus - suggeriert in Wortwahl und Bildersprache. - Die Publizistin Carolin Emcke beschreibt in einer Videobotschaft auf dem Grünen-Parteitag die Neigung, immer wieder einzelne Gruppen kollektiv zu brandmarken, sie nennt dabei Juden und Klimaforscherinnen in einem Satz und wird daraufhin eines unzulässigen, verharmlosenden Vergleiches beschuldigt. Genau hinschauen ist in beiden Fällen der wichtigste Ansatz. Welche Botschaften sind womöglich giftiger, als es auf den ersten Blick den Anschein hat? Und wo wird vielleicht Schlimmeres unterstellt, als gesagt wurde? Grenzen aushandeln und Grenzen wahren - beides gehört zur politischen Auseinandersetzung in einer Demokratie. Sonst wird das Gift in einem Wahlkampf immer gefährlicher - für die, die kämpfen, und für die, die wählen.

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Von Beruf befristet – Alltag mit Zeitverträgen
Von Beruf befristet – Alltag mit Zeitverträgen

16-6-2021

Heute hier, morgen dort - Anstellungen ohne Langzeitperspektive sind in vielen Bereichen zur Normalität geworden. Gerade in der Wissenschaft sind unbefristete Arbeitsverträge die absolute Ausnahme. In einem Video des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, das es seit 2007 gibt, bejubelt. Die Befristung auf maximal zwölf Jahre verhindere, dass eine Generation die Stellen verstopfe und gebe nachrückenden Wissenschaftlern die Möglichkeit, ebenfalls Qualifikationen zu erwerben. Diese Erklärung empfinden viele, die sich von Job zu Job hangeln und unter der mangelnden Sicherheit und Planbarkeit leiden, als Hohn. Die meisten bekommen gerade mal Verträge für ein bis zwei Jahre. Für Forschungsarbeiten ein viel zu kurzer Zeitraum. Auch in anderen Branchen sind Festanstellungen zur Mangelware geworden. Aber in der Wirtschaft scheint es tatsächlich den Effekt zu geben, von dem das BMBF spricht: Innovation durch Befristung. Wir schauen also auf Fluch und Segen dieser Regelung.

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Eine Lektion in Anpassung – Unser Umgang mit dem Wind
Eine Lektion in Anpassung – Unser Umgang mit dem Wind

15-6-2021

Egal ob es windig oder windstill ist, im Kalender steht heute der "Tag des Windes“, der "Global Wind Day“. Vor fast 15 Jahren ausgerufen vom Branchenverband Europäische Windenergie ("European Wind Energy Association“). Um Wind zu machen für den Wind als Energiequelle. Obwohl doch für den Geschmack vieler Menschen schon viel zu viele Windräder in der Landschaft stehen. Und weil es wegen vieler Widerstände dagegen immer noch zu wenige sind, um die Energiewende wirklich in Schwung zu bringen. So sehen das jeweils die einen und die anderen. Beim Wind kommt es eben immer auf die Richtung an. Die Richtung, aus der er kommt und aus der wir ihn herankommen sehen, hören und fühlen. Wind ist eine Naturgewalt, die da ist oder auch nicht. Der wir uns mal entziehen und mal bedienen wollen. Die wir aber letzten Endes nicht beherrschen können. Ob auf hoher See zwischen Sturm und Flaute oder in der Politik zwischen Rücken- und Gegenwind: Um durchgepustet, aber nicht weggepustet zu werden, müssen wir mit all unserer Schläue und Wendigkeit segeln.

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Die Rente ist sicher – aber erst ab 70
Die Rente ist sicher – aber erst ab 70

14-6-2021

Noch funktioniert der Generationenvertrag: die Jüngeren, die im Arbeitsleben stehen, zahlen die Renten der Älteren. Aber: die Babyboomer-Jahrgänge gehen in den Ruhestand. Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Rentner versorgen. Dazu kommt, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist und viele Menschen 30 oder 40 Jahre lang Rente beziehen. Das Renteneintrittsalter ist bereits angehoben worden in den letzten Jahren, aber das reicht offenbar nicht. Auf der anderen Seite zeigen Betriebe wenig Interesse die älteren Arbeitnehmer zu halten und schicken sie gerne vorzeitig in Rente. Es braucht also neue Ideen, die Lebenszeit und Arbeitszeit besser zusammenführen und neue Wege, die Rentenkassen zu füllen.

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