Der Tag vom hessischen Rundfunk ist neben dem Hintergrund vom Deutschlandfunk eine weitere Informationsperle der ARD.  Tagesaktuelle Themen aus Politik, Kultur und Zeitgeist werden in gut recherchierten Sendungen wochentäglich präsentiert. Manchmal, wenn ich mich über die Rundfunkgebühr wegen zu viel Sport und Glitter ärgere, stelle ich mir, daß mit meinem Geld die Redakteure von einer solchen Sendung bezahlt werden. Schon tut es nicht mehr weh.

Wichtiger Podcast zum Zeitgeschehen. Läuft bei mir oft während ich in der Küche werke oder bei der Hausarbeit.

Die Sendung selbst - "Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert", läuft von Montag bis Freitag um 18:05 Uhr im HR2. Die Seite zur Sendung findet man hier:
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Der Tag auf Weltreise: Schweiz mit Dietrich Karl Mäurer

08-7-2020

Nicht nur Uhren, Taschenmesser, Käse und Schokolade gehen aus der Schweiz in die Welt. Auch die Züchtung der treuen Bernhardiner-Hunde und die Schweizer Kräuter erleben weltweit Anerkennung. Angebaut werden die Kräuter für beliebte Halsbonbons an der Strecke des Bernina-Express, der Weltkulturerbe-Bahn. Die Alpenüberquerung - ganz ohne Zahnräder, aber mit Panorama-Fenstern - lockt Touristen aus aller Welt. Wie wird der Tourismus in der Schweiz in diesem Sommer aussehen? Der "Rösti-Graben" trennt seit jeher die Deutschschweiz von der Westschweiz, jetzt wurde er zum Corona-Graben, nicht nur wegen der unterschiedlichen Fallzahlen in den Regionen. Wer reist in das kleine Land im Zentrum Europas? Den Schriftsteller Hermann Hesse jedenfalls inspirierte seine Zeit in der Schweiz zu künstlerischen und dichterischen Höhenflügen. Die Spuren, die er dabei hinterließ, werden liebevoll gepflegt und für die Öffentlichkeit aufbereitet in einer kleinen Gemeinde oberhalb von Lugano. Unbeschwert sein, weit weg von allen Krisen, wo geht das besser als in einsamen Bergen und an imposanten Schweizer Seen?

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Der Tag auf Weltreise: Italien mit Elisabeth Pongratz

07-7-2020

Italien erholt sich und das in mehrfacher Hinsicht. Dadurch, dass das öffentliche und touristische Leben wochenlang heruntergefahren war, wird die Luft sauberer, sind die Gewässer klarer mit unglaublichen Effekten. In den Kanälen von Venedig kann man bis zum Grund sehen, die Schwäne kehren zurück, sogar Delfine sollen gesehen worden sein. Die Stadt war zwischenzeitlich so leer, dass sogar den tourismusgeplagten Venezianern die Reisenden fehlten. Jetzt geht es langsam wieder los. Während die italienische Regierung noch mit den Folgen der Pandemie kämpft, nimmt in einem der beliebtesten Urlaubsziele deutscher Reisender der Tourismus wieder Fahrt auf. Das Land putzt sich raus von Nord bis Süd. Mitten im Shutdown hat Elisabeth Pongratz ihren Posten im Korrespondentenbüro in Rom bezogen und erzählt uns vom ganz besonderen Start in einer Hauptstadt mit menschenleeren Straßen.

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Der Tag auf Weltreise: Frankreich mit Marcel Wagner

06-7-2020

Eine außerordentliche "Weltreise" beginnt. Wir laden Sie ein in Regionen der Welt, aus denen die ARD-Korrespondenten und Korrespondentinnen täglich berichten. Von ihnen erfahren wir, was in Indien oder China, in den USA oder in Mexiko, was in Spanien und Schweden so los ist.
In diesem Jahr dominiert die Corona-Pandemie die Berichterstattung. Wir hören von sehr laxen bis zu sehr strengen Maßnahmen aus den verschiedenen Ländern und von unterschiedlichen Folgen. Aber es gibt auch noch andere Themen. Exotische kulinarische Genüsse locken, touristische Highlights wie Museen, Schlösser oder Bibliotheken öffnen wieder ihre Pforten, ungewöhnliche Grotten und Höhlen laden ein.
Dorthin nehmen uns unsere Kolleginnen und Kollegen in den nächsten vier Wochen mit. Manche, die ihren Korrespondentenposten nach vielen Jahren in diesem Sommer verlassen, andere, die kürzlich erst für die nächsten Jahre in das Auslandsbüro eingezogen sind.
Erste Station der "Weltreise" ist Frankreich. Dort griffen auch in den weniger betroffenen Regionen wie in der Bretagne strenge Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie, was viele Menschen in Frankreich verärgerte, Hotels und Restaurants in Bedrängnis brachte und die Partei von Präsident Macron Sympathien kostete. So sehr, dass er in der Konsequenz seine Regierung heute neu aufstellt.
Trotz betriebsamer Unruhe im Élysée-Palast ist in Frankreich Verlass auf Altbekanntes.
Paris lockt wieder, multikulturell und lebendig wie eh und je und in diesem Jahr so leer wie noch nie. Dabei hat der Eiffelturm gerade wieder seine einzigartigen Treppen geöffnet und ermöglicht vertraute Perspektiven auf ein anderes Frankreich.

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Ferien? Mit Mundschutz in den Sommer

03-7-2020

Es ist kein seltenes Phänomen: Man arbeitet bis kurz vor dem Urlaub auf Hochtouren und dann hat man endlich frei - und wird krank. Das sind sogenannte Stresswegfall-Reaktionen. Das Stresslevel ist in diesem Corona-Jahr besonders hoch. Auf viele Menschen sind ganz neue, unvorhersehbare Herausforderungen zugekommen: Homeoffice und Homeschooling, Arbeitslosigkeit und Hygieneregeln. Der Lockdown ist zwar erstmal zu Ende, aber auch der jetzige Zustand ist nicht so leicht zu verkraften und die Zukunft ist noch ein bisschen ungewisser, als sie das sowieso immer ist. Die Sommerferien sollen uns eine Verschnaufpause gönnen. Auch der Politik, die vor der Sommerpause noch viel auf der Agenda hat. Kriegen wir das überhaupt hin mit dem Urlaub in diesem Jahr? Fährt die Angst vor Ansteckung mit, kann man Abstand vom Alltag bekommen, wenn man Abstandsregeln beachten muss? Und brauchen Kinder, die lange nicht in der Schule waren, überhaupt Ferien?

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I have a dream - Die neue Rassismus Debatte

02-7-2020

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd - und dass ein weißer Polizist ihn bei seiner Festnahme nicht atmen ließ -, hat vieles in Bewegung gebracht. Nicht nur in den USA und nicht nur auf den Straßen, sondern an vielen Orten der Gesellschaft. Auch bei uns in Deutschland. Größer denn je scheint nun die Entschlossenheit, aufzuräumen mit Rassismus, wo auch immer er auftritt, sei es in Gedanken, Worten oder Taten. Und wie auch immer er aussieht. Dem Rassismus "begegnen" soll nicht mehr nur eine Alltagserfahrung derer sein, die davon betroffen sind. Sondern dem Rassismus "begegnen" soll heißen: Offenem Rassismus entgegentreten, versteckten Rassismus aufdecken und unbewussten Rassismus bewusst machen. Beim Versuch, mit jeglichem Rassismus unserer Gesellschaft aufzuräumen, wird nun in vielen Schubladen das Unterste zu oberst gekehrt und vieles aussortiert. Ein neues Polizeigesetz in Bremen verbietet anlasslose Polizeikontrollen nach Hautfarbe. Der Werbespot eines Autobauers und ein Gemälde im Frankfurter Städel landen ebenso auf den Prüfstand wie alte Flaggen, alte Denkmäler und alte Kinderbücher. Eine Debatte ist in Gang gekommen, die ihrerseits viele Menschen bewegt und in der vielfältige Emotionen zutage treten: Erleichterung darüber, dass diese Debatte endlich geführt wird. Bestürzung darüber, dass sie nötig ist. Irritation bei denen, die sich zu Unrecht wegen Rassismus angegriffen fühlen. Zweifel daran, ob die Korrektur von Straßennamen und Textpassagen der richtige Umgang mit dem Rassismus der Vergangenheit ist. Und nicht zuletzt Hoffnung darauf, dass eine Debatte wie diese irgendwann überflüssig sein wird.

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